Preis der Gesundheitsnetzwerker 2021

Letzte Woche wurden die diesjährigen Preise für Gesundheitsnetzwerker während einer (bedingt durch die Corona-Pandemie: virtuellen) Veranstaltung vergeben. Zwei der drei Preisträger in diesem Jahr beschäftigen sich mit Gesundheits-Apps & smarten Geräten direkt für Patienten.
Der dritte Preisträger ist ein Projekt zur Steuerung von Notfallpatienten im Krankenhaus und richtet sich somit an Ärzte und Krankenhaus-Bedienstete. Doch in diesem Artikel soll es um die beiden auf Patienten ausgerichteten Lösungen gehen.

BOCAhealth

Der Preisträger Alessandro Faragli als Geschäftsführer des Unternehmens BOCAhealthcare freut mich ganz besonders. Ich bin über eine „Crowdfunding-Plattform“ (Aescuvest) mit einer sehr geringen Summe in das Unternehmen seit ziemlich genau einem Jahr investiert, weil ich die Lösung für erstrebenswert und hilfreich erachte.

Die Lösung BOCAhealth zielt auf das optimale Flüssigkeitsmanagement von Patienten im häuslichen Bereich. Zielkunden sind beispielsweise chronisch Nierenkranke oder an Herzinsuffizienz leidende Patienten, bei denen es durch die Krankheit Störungen im Wasserhaushalt des Körpers gibt.

BOCAhealth hat eine Gerät zur medizinische Diagnose zu Hause entwickelt, bei dem über tragbare Elektroden mit Hilfe der Bioimpedanzanalyse und einem KI-Algorithmus der Flüssigkeitshaushalt des Patienten gemessen und überwacht werden kann. Eine App stellt die Messwerte dem Patienten dabei einfach und verständlich dar.

Das Ziel ist eine bessere Lebensqualität und eine geringe Sterblichkeit. Gerade für zum Beispiel für Dialysepatienten wäre das eine interessante und hilfreiche Lösung.

Mehr dazu findet man unter boca-health.com.

LOUISA – App für junge Krebspatienten

Auch das Unternehmen m.Doc, welches eine Smart Health Plattform für Krankenhäuser als Patientenportal entwickelt hat und anbietet, kenne ich schon persönlich. Ausgezeichnet wurde der m.Doc-CEO, Admir Kulin, allerdings für die App LOUISA, die Patient*innen und Angehörige in der Kinderonkologie, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt begleitet. LOUISA entsteht in der Zusammenarbeit von m-doc mit der Universitätsmedizin Essen und steht für Lernen, Orientieren, Unterhalten, Informieren, Simulieren, Austauschen.

Die App richtet sich mit ihren spielerischen, innovativen und informativen Angeboten ganz gezielt an Kinder, die an Krebs erkrankt sind, und ihre Angehörigen. Sie soll ihnen Angst und Unsicherheit nehmen und das Vertrauen in die behandelnden Personen stärken. Denn auch das ist wichtig für einen Behandlungserfolg.

Dazu bekommt jeder Patient einen eigenen Avatar, der ihm / ihr zur Seite steht. Neben dem Lernen wichtiger Informationen zur eigenen Krankheit soll die App über ein Tagebuch den Kontakt zum Krankenhaus und den Behandlern nach der Entlassung unterstützen.

Mehr dazu in der Pressemitteilung von m.doc.

Mein Fazit

Ich finde die Preisträger des diesjährigen Gesundheitsnetzwerker-Kongresses sehr überzeugend. Nicht zuletzt hatte ich in einen der beiden ja schon selber investiert. Beide Themen, Management des Flüssigkeitshaushalts von Patienten und Hilfe für junge Krebspatienten, sind wirklich wichtige Themen, bei denen die beiden Preisträger mit Apps & smarten Geräten helfen können. Ich bin gespannt, wie sich die beiden in der Frühphase befindlichen Lösungen in der Zukunft entwickeln.

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