CORA Health App – Ausdruck & Fazit

In den vergangenen Posts habe ich die verschiedenen Funktionalitäten der Cora Health App beschrieben – und auch darauf hingewiesen, an welchen Stellen es Unterschiede zwischen der kostenfreien und der bezahlten Version gibt. Zum Abschuß der Cora Health Serie werfe ich in diesem Artikel einen Blick auf die Abo-Version von Cora Health, das Preismodell und die Inhalte sowie ziehe ein Fazit.

Preismodell: Cora Health Premium

Die Cora Health App wird über ein sogenanntes Freemium-Modell betrieben und finanziert. Wie schon in früheren Artikeln beschrieben, können Auswertungen für den Zeitraum einer Woche und eines Monats vom Nutzer kostenlos erstellt und in der App angesehen werden.

Gegen eine Nutzungsgebühr (Ende 2018: 2,99 € im Monat, 17,99 € als Jahresgebühr) erwirbt man das Premiumpaket, mit dem auch Auswertungen für längere Zeiträume (auf Quartals- und Jahresebene) abrufbar sind. Das alleine macht schon Sinn, da ich ja aus eigener Erfahrung immer empfehle, Blutdruckwerte und Tendenzen langfristig zu beobachten, um so auch langsame Veränderungen erkennen zu können.

Am einfachsten gelangt man über den Menüpunkt „Einstellungen“ (unten rechts im Hauptmenü), dann „Konto verwalten“ und dann ganz unten den Eintrag „Premium-Mitglied werden“ zu den Möglichkeiten die App upzugraden.

Ferner ist nur mit dem Premiumpaket ein Ausdruck der Blutdruckwerte beziehungsweise der Auswertungen möglich. Dieser Ausdruck ist eine Seite lang und gibt einen Überblick über den gewählten Zeitraum, siehe Bild 1.

Ausdruck / Bericht

Eine regelrechte Lücke – jedenfalls nach meinem Gefühl – klafft bei Gesundheits-Apps bezüglich der Möglichkeit eines Ausdrucks. Von Dr. Dominik Pförringer hörte ich in einem Podcast neulich sinngemäß, dass das Sammeln von Daten durch Wearables (oder verallgemeinert: smarte Gesundheitshelfer) gut ist, aber erst durch die Verwendung der Daten in der Diagnose oder Behandlung mit medizinischem Fachpersonal zu Digital Health wird.

Dem kann ich nur zustimmen – meine Motivation als Betroffener einer chronischen Krankheit ist ja genau die Nutzung der hier getesteten Geräte und Apps für meine Gesundheit. Und die beginnt erst da, wo ich die gesammelten Daten einfach mit meinem Arzt anschauen & interpretieren kann. Und – altmodisch oder nicht, eine sinnvolle Auseinandersetzung mit gesammelten Daten zusammen mit einem Arzt passiert nun einmal am besten auf einem Blatt Papier.

Und da ist Cora Health – genutzt als Premium-Version – eine der bislang ganz wenigen Apps, die ich kenne, die einen Ausdruck der gesammelten Werte anbieten, damit man diesen zur Sprechstunde zum Arzt mitnehmen kann.

Bild 1: Blutdruck Report von Cora Health

Als erstes fällt der Blick auf die Blutdruckverlaufskurve in der unteren Hälfte der Seite. Es sind hellgraue Hilfslinien zur besseren Interpretation der Werte eingezeichnet – hilfreich in der Tat, aber noch besser fände ich zumindest eine farbliche Einzeichnung, wo Bluthochdruck anfängt. Dabei muss in der Grafik noch nicht einmal – wie das in der App vorbildlich an verschiedenen Stellen dargestellt wird – zwischen den verschiedenen Hochdruckstufen differenziert werden. Hochdruck – ja/nein, dass würde mir erst einmal reichen. Allerdings ist die Interpretation meiner Werte auch so in der Grafik leicht zu leisten.

Direkt darüber sind dann alle Blutdruckwerte mit ihrer Klassifizierung in einer Tabelle aufsummiert, sodass diese Information dann doch auf dem Ausdruck – wenn auch nicht direkt in der Grafik – enthalten und einfach abzulesen ist. Dabei (und das ist ebenfalls in den meisten Apps nicht der Fall) gefällt mir die Differenzierung zwischen Systole und Diastole sehr gut. So kann man in der Tabelle sehen, dass die Systole dort das „größere Problem“ bei den gemessenen Werten ist.

Grundsätzlich hilfreich zur ersten Einordnung, nach meiner Meinung aber auch nur dafür, sind die oben im Bericht angegebenen Durchschnittswerte für den Auswertungszeitraum: da erkennt man bei einem Durchschnitts-Blutdruck von 152 / 92 natürlich auch bereits, dass dieser Wert zu hoch ist und ein Problem vorliegt.

Ich habe bei diesem Test den Fokus auf die Blutdruckwerte gelegt. So ist zu erklären, dass die – wie in den anderen Artikeln von mir zu Cora Health dargestellten – Daten wie Medikamenteinnahmen, Streßlevel oder geplante Herausforderungen auf dem Ausdruck mit Null angegeben wurden.

Fazit

Mein Fazit vom Test der Cora Health App ist sehr positiv.

Gut gefällt mir der Ansatz, dass ich für die Cora Health App mit ihren hilfreichen Auswertungen kein neues Gerät kaufen muss, sondern auf die – mit Apple Health synchronisierten – in der Vergangenheit mit verschiedenen Geräten gemessenen Werte einfach aufsetzen kann.

So kann man beispielsweise nach Abschluß von Cora Premium vergangene Werte in der App darstellen lassen und muss nicht – wie beim Kauf eines neuen Gerätes – quasi von Null anfangen, Messwerte zu sammeln.

Die Interpretationen und Auswertungen der Messwerte sind sehr übersichtlich – darunter Darstellungen wie das Streudiagramm, die ich noch nicht in anderen Apps gesehen habe, aber für sehr hilfreich halte.

Insbesondere gefällt mir die Möglichkeit des Ausdrucks meiner Blutdruckwerte auf einer übersichtlichen DIN A4 Seite, die aber – wie die sinnvolle längere Historie an Daten von einem Vierteljahr oder länger – nur über Cora Premium zu bekommen ist.

Welche Apps nutzen Sie für den Blutdruck, welche Auswertungen helfen Ihnen oder welche Darstellungen suchen Sie – schreiben Sie gerne einen kurzen Kommentar unter diesen Artikel oder auf eine meiner Facebook-Seiten.

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