Ganz vorne im Feld der getesteten Waagen landet die Withings Body Cardio, der Nachfolger der Withings WS-50, die ich selber seit Ende 2015 nutze und die die Grundlage einiger Artikel auf dieser Webseite bildet bzw. bilden wird. Die Withings Waage landet in Summe recht deutlich auf dem ersten Platz jeweils mit der Note „sehr gut“ in den Bereichen Messgenauigkeit und Funktionsumfang. Dort schneidet sie zusammen mit der Tanita-Waage deutlich besser als der Rest des Testfeldes ab. Während die Tanita aber keine Bewertung bei ihrer mobilen App bekommt, schneidet die Withings auch hier am besten im Testfeldes ab: als einzige Waage bekommt sie sowohl in der Kategorie Konnektivität die Note „gut“ als auch in der Kategorie „Partner-App“.

Eine (subjektiv nicht immer erfreuliche) hilfreiche Anzeige bereits beim Wiegen ist – neben dem aktuellen Gewicht – die Darstellung der Entwicklung über die letzten acht Messungen als einfache Verlaufsgrafik sowie die absolute Differenz in Kilogramm zur letzten Messung. So kann man schon auf der Waage und ohne extra in die App oder auf die Webseite gehen zu müssen, erkennen, ob das Gewicht stabil ist oder sich ein Trend nach oben oder unten abzeichnet.

Die Withings Body Cardio hat als zusätzliche Ausstattung zur WS-50 im wesentlichen (als erstes Endkundengerät überhaupt) eine Pulswellenmessung, ansonsten sind beide Waagen sehr ähnlich ausgestattet: neben dem Gewicht wird der Körperfettanteil gemessen und auf der Waage angezeigt ebenso wie die über Fußaorta gemessene Herzfrequenz.

Dagegen wird die Pulswellengeschwindigkeit erst ab der fünften Messung und dann auch nur in der App angezeigt. Leider erfährt man auch erst, ob die Messung hierzu erfolgreich war, wenn man wieder von der Waage runter ist und die App aufruft. Positiv heben sich auch die Erläuterungen zu den Messwerten bei Withings im Vergleich zum restlichen Testfeld ab – aber mit folgenden Einschränkungen: Angaben zu Pulswellengeschwindigkeit gibt es bislang (August 2016) nur in englisch und weitergehende Erklärungen zur Herzfrequenzerfassung erfolgen gar nicht.

Da ich mich meist morgens wiege ist die Anzeige des Wetters des aktuellen Tages ein nettes Extra, das beiden Withings-Waagen verfügbar ist: Mindest- und Maximaltemperatur werden angezeigt, ebenso wie Bewölkung oder Regen. In Ergänzung zur Ausstattung der WS-50 wird dabei auch bei der Body Withings Cardio die Schrittzahl des Vortages beim Wiegen angezeigt – zumindest wenn deren Zählung in der Withings Health Mate App eingestellt ist.

Mein Fazit: Alles in allem also ein überzeugendes Ergebnis der Withings Body Cardio im Vergleichstest der c’t, die den Vergleichstest als Sieger beendet. Ich selber nutze die fast baugleiche Withings WS-50, der im wesentlichen nur die Messung der Pulswellengeschwindigkeit fehlt und kann Withings-Waagen nur empfehlen!

Eigenschaften der Waage

  • automatische Erkennung des Nutzers
  • bequeme Anbindung über WLAN
  • Anzeige von
    • Gewicht
    • Körperfettanteil
    • Muskelmasse
    • Körperwasser
    • Knochen
    • BMI
    • Herzfrequenz

Eigenschaften der App
(erhältlich für Android, iOS)

  • Anzeige von
    • Gewicht mit Diagramm
    • Körperfettanteil mit Diagramm
    • Muskelmasse
    • BMI inkl Bewertung
    • Herzfrequenz
    • Pulswellengeschwindigkeit mit Bewertung
  • Cloudanbindung (Withings Health Mate)
  • Verbindung mit Fremd-App’s: myfitnesspal, Apple Health, Google fit und weitere

Den Vergleich der Noten aller getesteten vernetzten Waagen in diesem Test der Zeitschrift c’t finden Sie im Artikel
„c’t 18/2016: vernetzte Waagen“.

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