Hören Sie schlecht? Die Mimi Hörtest-App sagt es ihnen!

Hören Sie schlecht? Die Mimi Hörtest-App sagt es ihnen!

Das lauteste Konzert fand vor 45 Jahren in einem Londoner Stadion statt, bei dem The Who auftraten. Bei den 30 Meter von der Bühne entfernt stehenden Messgeräten wurden noch 126 Dezibel gemessen und es war damit lauter als ein startender Düsenjet.

Im Guinness Buch der Rekorde hielt sich dieses Konzert für acht Jahre. Dann wurde die Kategorie „Lautestes Rockkonzert der Welt“ abgeschafft. Heute gelten die beiden The Who-Sänger, Pete Townshend und Roger Daltrey, übrigens als taub.

Auch wenn ich momentan keine lauten Rockkonzerte besuche (wie auch?), motivierte mich diese Information, mal einen Hörtest zu machen. Dafür gibt es mittlerweile auch gute Apps, die zwar nicht den Arztbesuch ersetzen, aber einen guten ersten Eindruck vermitteln. So habe ich die App Mimi Hearing Test, wie sie im Apple App Store heißt, beziehungsweise Mimi Hörtest (im Google Play Store), die ich schon früher benutzt habe, aktualisiert und für diesen Artikel verwendet.

Mimi Hörtest

Der Test ist denkbar einfach: Man bekommt nacheinander erst auf dem linken Ohr und dann auf dem rechten Ohr für jeweils circa zweieinhalb Minuten Töne beziehungsweise verschiedene Frequenzen eingespielt, wie man es vom Hörtest beim Arzt gewohnt ist. Neben der Frequenz wird der Ton abwechselnd lauter und leiser. Wenn man einen Ton hört, dann muss man in einen auf dem Display des Handys abgebildeten Kreis drücken (der sich dann blau färbt) und loslassen, wenn man keinen Ton hört (dann wird der Kreis quasi durchsichtig dargestellt).

Damit man nicht schummeln kann, gibt es am Anfang eine Kalibrierung der Lautstärke, siehe Bild 1. Erst wenn die Lautstärke auf 50% gestellt ist und die beiden Kreise in der Mitte übereinander liegen (beziehungsweise der kleinere Kreis nicht mehr rot, sondern blau gefärbt ist) kann der nächste Schritt in der Hörtest-App gemacht werden.

Das ist dann die Auswahl der verwendeten Kopfhörer. Mit dem Lautsprecher des Smartphones alleine kann – wahrscheinlich schon aufgrund der ganzen „Hintergrund-Geräusche“ – der Hörtest nicht gemacht werden. So stehen ein paar Kopfhörer von verschiedenen Herstellern wie Apple oder Sennheiser, aber auch „unbekannte Kopfhörer“ zur Auswahl, siehe Bild 2.

Erstes Fazit: Man braucht dabei wirklich Stille, um die leisen Töne / alle Frequenzen wirklich hören zu können. Ich hatte erst im Garten und später dann mit offener Terrassentür den Hörtest gemacht und bin mir sicher, dass er besser ausgefallen wäre, wenn das heutige Vogelgezwitscher gar nicht mehr zu hören gewesen wäre.

Optimal allerdings ist der große Kreis, in den man drücken muss, wenn man den Ton beziehungsweise die Frequenz hört, siehe Bild 3. Es fällt leicht, – auch mit zur Konzentration geschlossenen Augen – diesen zu drücken, loszulassen und wieder zu drücken und sich dabei ganz auf das Hören und die Töne zu konzentrieren.

Kalibrierung der Hörtest-App
Bild 1: Lautstärke-Kalibrierung
Kopfhörerauswahl zum Hörtest
Bild 2: Kopfhörer-Auswahl
Hörtest Durchführung
Bild 3: Durchführung Hörtest

Einleitung

Das lauteste Konzert fand vor 45 Jahren in einem Londoner Stadion statt, bei dem The Who auftraten. Bei den 30 Meter von der Bühne entfernt stehenden Messgeräten wurden noch 126 Dezibel gemessen und es war damit lauter als ein startender Düsenjet.

Im Guinness Buch der Rekorde hielt sich dieses Konzert für acht Jahre. Dann wurde die Kategorie „Lautestes Rockkonzert der Welt“ abgeschafft. Heute gelten die beiden The Who-Sänger, Pete Townshend und Roger Daltrey, übrigens als taub.

Auch wenn ich momentan keine lauten Rockkonzerte besuche (wie auch?), motivierte mich diese Information, mal einen Hörtest zu machen. Dafür gibt es mittlerweile auch gute Apps, die zwar nicht den Arztbesuch ersetzen, aber einen guten ersten Eindruck vermitteln. So habe ich die App Mimi Hearing Test, wie sie im Apple App Store heißt, beziehungsweise Mimi Hörtest (im Google Play Store), die ich schon früher benutzt habe, aktualisiert und für diesen Artikel verwendet.

Mimi Hörtest

Der Test ist denkbar einfach: Man bekommt nacheinander erst auf dem linken Ohr und dann auf dem rechten Ohr für jeweils circa zweieinhalb Minuten Töne beziehungsweise verschiedene Frequenzen eingespielt, wie man es vom Hörtest beim Arzt gewohnt ist. Neben der Frequenz wird der Ton abwechselnd lauter und leiser. Wenn man einen Ton hört, dann muss man in einen auf dem Display des Handys abgebildeten Kreis drücken (der sich dann blau färbt) und loslassen, wenn man keinen Ton hört (dann wird der Kreis quasi durchsichtig dargestellt).

Damit man nicht schummeln kann, gibt es am Anfang eine Kalibrierung der Lautstärke, siehe Bild 1. Erst wenn die Lautstärke auf 50% gestellt ist und die beiden Kreise in der Mitte übereinander liegen (beziehungsweise der kleinere Kreis nicht mehr rot, sondern blau gefärbt ist) kann der nächste Schritt in der Hörtest-App gemacht werden.

Kalibrierung der Hörtest-App
Bild 1: Lautstärke-Kalibrierung
Das ist dann die Auswahl der verwendeten Kopfhörer. Mit dem Lautsprecher des Smartphones alleine kann – wahrscheinlich schon aufgrund der ganzen „Hintergrund-Geräusche“ – der Hörtest nicht gemacht werden. So stehen ein paar Kopfhörer von verschiedenen Herstellern wie Apple oder Sennheiser, aber auch „unbekannte Kopfhörer“ zur Auswahl, siehe Bild 2.
Kopfhörerauswahl zum Hörtest
Bild 2: Kopfhörer-Auswahl
Erstes Fazit: Man braucht dabei wirklich Stille, um die leisen Töne / alle Frequenzen wirklich hören zu können. Ich hatte erst im Garten und später dann mit offener Terrassentür den Hörtest gemacht und bin mir sicher, dass er besser ausgefallen wäre, wenn das heutige Vogelgezwitscher gar nicht mehr zu hören gewesen wäre.

Optimal allerdings ist der große Kreis, in den man drücken muss, wenn man den Ton beziehungsweise die Frequenz hört, siehe Bild 3. Es fällt leicht, – auch mit zur Konzentration geschlossenen Augen – diesen zu drücken, loszulassen und wieder zu drücken und sich dabei ganz auf das Hören und die Töne zu konzentrieren.

Hörtest Durchführung
Bild 3: Durchführung Hörtest
Positiv finde ich, dass die ermittelten Daten in Apple Health übernommen werden können. Ob Apple Health die übersichtlichste Darstellung der gesammelten Gesundheitswerte hat, das sei dahingestellt. Aber es ist auf jeden Fall so vielfältig wie ein Schweizer Messer, um die ganzen Daten aus meinen verschiedenen Gesundheits-Apps an einer Stelle zu konsolidieren und für weitere Auswertungen und Nutzungen zu sammeln.

Ergebnis und Einschätzung

Ein wenig verwirrend: Die App bescheinigte mir aus einem Test von vor einem Jahr einen geringen Hörverlust als ich sie jetzt öffnete. Dazu schrieb sie, dass dies das Ergebnis „aus einer anderen App“ sei. Das ist allerdings nicht korrekt, es handelte sich um ein Ergebnis der Mimi Hörtest-App, nur durch eine ältere Version.

Kern der Auswertung ist das in Bild 4 enthaltene Audiogramm. Es stellt dar, wie laut ein Ton sein muss, damit man ihn gehört hat. Auf der Skala der x-Achse (von links nach rechts) sind die verschiedenen vorgespielten Frequenzen zu sehen. Auf der Skala von oben nach unten (Y-Achse) ist abgetragen, wie laut der Ton von der Mimi Hörtest-App abgespielt werden musste (in diesem Fall je weiter unterhalb 0 dB sich ein Messwert befindet, umso lauter), damit er vom Nutzer wahrgenommen wurde.

Als Ergebnis wird dann der Mittelwert der Lautstärke beziehungsweise des Hörverlustes aller Messwerte genommen und ausgegeben. Ideal wären 0 dB und damit eine Gerade an der entsprechenden Stelle im Audiogramm. Im in Bild 4 dargestellten Audiogramm ergaben sich 17 dB (für das linke Ohr) beziehungsweise 19 dB (für das rechte Ohr) Hörverlust.

Zusätzlich werden die Werte gemäß der WHO-Klassifikation für Hörverlust bewertet. Dabei wird das bessere Ohr dafür verwendet, also bei diesem Test die 17 dB für das linke Ohr. Das ergibt einen geringen Hörverlust, für den Werte zwischen 16 und 25 dB gelten. Als Hörverlustgrade gibt es „kein Verlust“, „gering“, „leicht“, „moderat“ und „schwer“.

Audiogramm
Bild 4: Auswertung / Audiogramm
Ein wenig verwirrend: Die App bescheinigte mir aus einem Test von vor einem Jahr einen geringen Hörverlust als ich sie jetzt öffnete. Dazu schrieb sie, dass dies das Ergebnis „aus einer anderen App“ sei. Das ist allerdings nicht korrekt, es handelte sich um ein Ergebnis der Mimi Hörtest-App, nur durch eine ältere Version.

Kern der Auswertung ist das in Bild 4 enthaltene Audiogramm. Es stellt dar, wie laut ein Ton sein muss, damit man ihn gehört hat. Auf der Skala der x-Achse (von links nach rechts) sind die verschiedenen vorgespielten Frequenzen zu sehen. Auf der Skala von oben nach unten (Y-Achse) ist abgetragen, wie laut der Ton von der Mimi Hörtest-App abgespielt werden musste (in diesem Fall je weiter unterhalb 0 dB sich ein Messwert befindet, umso lauter), damit er vom Nutzer wahrgenommen wurde.

Audiogramm
Bild 4: Auswertung / Audiogramm
Als Ergebnis wird dann der Mittelwert der Lautstärke beziehungsweise des Hörverlustes aller Messwerte genommen und ausgegeben. Ideal wären 0 dB und damit eine Gerade an der entsprechenden Stelle im Audiogramm. Im in Bild 4 dargestellten Audiogramm ergaben sich 17 dB (für das linke Ohr) beziehungsweise 19 dB (für das rechte Ohr) Hörverlust.

Zusätzlich werden die Werte gemäß der WHO-Klassifikation für Hörverlust bewertet. Dabei wird das bessere Ohr dafür verwendet, also bei diesem Test die 17 dB für das linke Ohr. Das ergibt einen geringen Hörverlust, für den Werte zwischen 16 und 25 dB gelten. Als Hörverlustgrade gibt es „kein Verlust“, „gering“, „leicht“, „moderat“ und „schwer“.

Ausdruck des Mimi Hörtest Ergebnisses

Gut finde ich, dass man das Ergebnis, „MimiHealth_Results“, auch als pdf ausdrucken oder exportieren und somit beispielsweise zu einem Arzt senden oder mitnehmen kann. Als DIN A4-pdf sind die Seite beziehungsweise der Platz allerdings nicht optimal ausgenutzt. Auf der ersten Seite ist nur ein großflächig in blau dargestelltes Titelblatt enthalten (was schon für einen Ausdruck wegen der dafür notwendigen Farbe schwierig ist). Auf der zweiten Seite sieht man das Audiogramm und für eine kurze Bewertung des Ergebnisses („Der Grad deines Gehörverlusts: Gering“) mit der Bandbreite der zutreffenden WHO-Klassifikation (16 bis 25 dB Hörverlust) wird eine dritte Seite verwendet.

Schade: Das sind relativ wenig Informationen für drei Seiten und in der App gibt es dazu ja mehr Informationen. So wird mir in der App der konkrete Hörverlust-Wert für jedes Ohr ausgegeben und damit gesagt, dass der Hörverlust der beiden Ohren unterschiedlich groß ist, nämlich 17 dB HL links und 19 dB HL rechts (siehe oben). Im pdf sind diese Werte nicht enthalten, sondern nur aus dem Audiogramm abzulesen.

Mein Fazit

Grundsätzlich denke ich, dass ein Hörtest per App fast genauso gut wie ein Hörtest beim Arzt sein kann. Der Ablauf (Töne abspielen und als Nutzer eine Taste oder ähnliches zu drücken, solange man etwas hört) bietet sich für eine App an und sollte keine groß abweichenden Resultate zwischen dem mit der App und dem beim Arzt durchgeführten Test ergeben.

Insofern ist eine App wie die Mimi Hörtest-App hilfreich für eine erste Messung. Umfassendere Hörtests macht dann der HNO-Arzt, der sich ja auch um eventuelle Behandlungen oder Hilfsmittel kümmert. So soll die Hörtest-App natürlich nicht den Arzt(besuch) ersetzen!

Übrigens habe ich bei der Stille mit geschlossener Terrassentür den Hörtest noch einmal gemacht – und siehe da, als Ergebnis bekam ich „kein Hörverlust“ und Werte um die 12, 13 dB. Und das entspricht auch dem Ergebnis meines neulich beim HNO-Arzt durchgeführten Hörtests.

Verwendete Apps und Versionen

Folgende Versionen habe ich für diesen Bericht verwendet:
Mimi Hearing Test auf dem iPhone, Version 5.1.0

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