Lebensrettende Hinweise durch Apple Watch EKG

Unter CC-Lizenz von mgstanton auf Flickr.com

Bereits kurz nach der Ankündigung von Apple im September 2018 schrieb ich über die neue Apple Watch, die Series 4, und berichtete, dass die wesentliche Neuerung im Gesundheitsbereich – die in die Uhr eingebaute EKG-Funktion – leider noch nicht in Deutschland freigeschaltet sei.

Das hat sich das nun geändert: seit Ende März ist die Funktion in mehreren europäischen Ländern freigegeben, darunter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (Bild rechts: apple.com)

Ich weise ja immer daraufhin, dass man der Technik und den absoluten Messwerten nicht „blind vertrauen“ solle, sie aber sehr wohl wertvolle Hinweise für die Gesundheit und gefährliche Veränderungen geben können.

Auch wenn die konkreten Messwerte deshalb nicht immer hundertprozentig richtig sein sollten, so lassen sich durch regelmäßige Messungen Abweichungen von den eigenen „üblichen Messwerten“ trotzdem identifizieren, sollten ernst und als Anlass zum Arztbesuch mit einem Gespräch darüber genommen werden.

Apple Watch & die EKG-Funktion

Das gilt auch für die EKG-Funktion der Apple Watch – und so gab es nur wenige Tage nach dem Start in Deutschland einen Fall, der die Sinnhaftigkeit der Funktion unter Beweis stellte.

So hat ein Nutzer nach mehrfachem Messen zunächst befreundete Ärzte nach ihrer Meinung gefragt, als seine Apple Watch bei ihm Vorhofflimmern diagnostizierte. Die Ärzte misstrauten dem Ein-Kanal-EKG der Uhr (gegenüber einem 12-Kanal-EKG beim Kardiologen) und sprachen folglich von einem Messfehler.

Trotzdem auch der Nutzer deshalb an einen Messfehler glaubte, ließ er nicht nach und ging zu seinem Hausarzt, der aufgrund der mehrfachen gleichen Messergebnisse der Apple Watch, ein 12-Kanal-EKG machte.

Und tatsächlich zeigte auch das EKG beim Hausarzt ein Vorhofflimmern, sodass nun eine entsprechende Behandlung und Vorsorge begonnen werden konnte, um Herzschäden vorzubeugen (siehe auch auf Twitter).

Fazit

Mein Fazit lautet also wieder einmal: selbst wenn smarte Gesundheitshelfer (noch) nicht die Messgenauigkeit liefern, wie sie in ärztlichen Untersuchungen in Praxen erreicht wird: jegliche Warnung durch die smarten Geräte und Apps sollte ernst genommen werden und kann durch einen Arztbesuch untermauert oder als falsch abgewiesen werden.

Wenn aber auch nur ein Leben dadurch verlängert oder gerettet werden kann, ist die Funktion nach meinet Meinung es wert, dass man sie als Indikator und Warnsignal verwendet.

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